Qualität sichtbar machen, entwickeln und sichern

In den letzten Jahren hat die POJAT einen tirolweiten Qualitätssicherungsprozess in Form eines Qualitätsdialogs gestaltet, dessen erstes Ergebnis das „Handbuch der Offenen Jugendarbeit Tirol 1.0“ ist. Dieses Handbuch wurde im Zuge des Qualitätsdialogs auf Landesebene unter breiter Beteiligung erarbeitet und darf als Meilenstein in der Geschichte der Offenen Jugendarbeit in Tirol bezeichnet werden. Denn es bietet eine fundierte inhaltliche Orientierung über das Arbeitsfeld der Offenen Jugendarbeit in Tirol.

Das Modell des Qualitätsdialogs wurde speziell für die Offene Jugendarbeit vom bundesweiten Netzwerk Offene Jugendarbeit Österreich kurz bOJA entwickelt. Im Zuge des Prozesses werden gemeinsam von Jugendlichen, Jugendarbeiter*innen, Träger*innen, Verwaltung und Politik Antworten auf folgende Fragen gefunden:

  • Was wollen wir mit der Offenen Jugendarbeit erreichen (Ergebnisse und Wirkungen)?
  • Was sollen wir tun, um diese Ziele zu erreichen (Leistungsumfang)?
  • Wie wollen wir diese Leistung in der Offenen Jugendarbeit ausgestalten (Prozesse und Strukturen)?
  • Was wenden wir in der Offenen Jugendarbeit auf, um die Ziele zu erreichen?

Am Ende des Prozesses steht die gemeinsame Zielvereinbarung für die weitere Jugendarbeit in der jeweiligen Einrichtung. Der Qualitätsdialog bietet die Möglichkeit, unter Begleitung einer externen Moderation einen Dialog zu führen, der einerseits die Arbeit sichtbar macht und andererseits Verständnis für Strukturen, Prozesse und Ziele der Offenen Jugendarbeit ermöglicht. Dadurch wird die Steuerung von Angeboten realitätsnah und eine raschere Umsetzung wird möglich. Die Begleitung bei einem Qualitätsdialog kann über die POJAT im Zuge der Jugendgemeindeberatung in Anspruch genommen werden.

Um sich neben den Ergebnissen und Wirkungen der Offenen Jugendarbeit auch mit den Rahmenbedingungen auseinander zu setzen, führt die POJAT den Qualitätsdialog auf Landesebene weiter. Ziel ist es, die Ergebnisse dieses Dialogs als eine Ergänzung zum bestehenden Handbuch zu publizieren. 

Vertiefende Informationen zum Qualitätsdialog sind unter www.boja.at zu finden.