Mo. 09. März 2020

POJAT-Treffen: Gewaltprävention in der OJA

Die POJAT (Plattform Offene Jugendarbeit Tirol) hat am Montag den 9. März 2020 zu einem tirolweiten Vernetzungstreffen ins Jugendzentrum Tivoli, IBK eingeladen. Dort betreibt die ISD GmbH eines der größten Tiroler Jugendzentren. Mehr als 80 Jugendarbeiter*innen aus ganz Tirol waren der Einladung gefolgt. Die vier Mal pro Jahr stattfindenden Treffen werden immer in unterschiedlichen Gemeinden durchgeführt, mit dem Ziel der Vernetzung, Stärkung und Professionalisierung des Handlungsfelds der Offenen Jugendarbeit (OJA).

Christine Oppitz-Plörer, Stadträtin für Jugend, eröffnete die Veranstaltung. Sie verwies dabei auf die Bedeutung der OJA in Innsbruck und sprach allen Mitarbeiter*innen ihren Dank für ihre Arbeit aus. Hubert Innerebner, Geschäftsführer der ISD GmbH betonte in seinen Grußworte seine Überzeugung von den positiven Wirkungen von OJA bis hin zur Gewaltprävention und Förderung eines friedvollen Miteinanders und vor allem für die Entwicklung von Jugendlichen hin zu respektvollen und mündigen Bürger*innen.

Zum Thema „Umgang mit Gewalt und Gewaltprävention in der OJA“ referierten die beiden Experten Christian Dworzak-Jungherr (Multikulturelles Netzwerk Wien) und Christian Reiner (Rettet das Kind, Wien). Beide haben jahrelange Erfahrung in der Anti-Gewalt-Arbeit im Bereich der OJA.

Der fachliche Austausch mit wichtigen Netzwerkpartner*innen am Nachmittag konkretisierte die Bedeutung von tragfähigen Netzwerken und Schnittstellen. Vertreter*innen von Kinder- und Jugendhilfe, Familien- und Jugendgerichtshilfe, Kinder & Jugend GmbH, Verein Frauen gegen Vergewaltigung, Verfassungsschutz, KIZ, Mannsbilder und Zentrum für Mädchenarbeit Aranea waren zum Austausch anwesend.

Fotonachweis: POJAT

Do. 28. November 2019

bOJA-Fachtagung in Alpbach - Bildungsort OJA

Alternative Bildungsräume für Jugendliche schaffen: Fachtagung der Offenen Jugendarbeit in Österreich

Im Rahmen der 13. Jahrestagung der Offenen Jugendarbeit in Österreich fand in Alpbach eine Pressekonferenz mit Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf statt. Die Landesrätin unterstreicht die Bedeutung von Jugendzentren und der Mobilen Jugendarbeit: „Junge Menschen müssen begleitet, beraten und gefördert werden. Dazu braucht es offene Einrichtungen mit gut ausgebildeten Fachkräften, die Bildungsprozesse in Gang setzen sowie Mutmacher und Ratgeber sein können.“

Lukas Trentini, Vorstand des bundesweiten Netzwerks Offene Jugendarbeit (bOJA) erläutert die Wirkweisen Offener Jugendarbeit im Bereich der Kompetenzerweiterung, Alltagsbewältigung und Identitätsentwicklung von Jugendlichen und freut sich das 10-jährige Jubiläum des Vereins bOJA im Kongresszentrum Alpbach zu feiern: "An diesem Ort können wir das Thema Offene Jugendarbeit sichtbarer machen denn je. Die bOJA-Fachtagung hat klein begonnen und ist mittlerweile zu einer dreitägigen Veranstaltung mit 350 Teilnehmer*innen herangewachsen", so Trentini.

Dass es auch in Zukunft eine stabile Förderung des Handlungsfeldes braucht, damit Jugendliche möglichst früh eine gute, ressourcenorientierte Begleitung sowie Hilfe bei Problemen finden können, darüber sind sich die Diskutant*innen einig. Martina Steiner, im GF Team der POJAT und bOJA Vorstand: "Auch auf der kommunalen Ebene wird Offene Jugendarbeit immer mehr als Partnerin wahrgenommen und leistet einen wichtigen Beitrag, um die Attraktivität von Gemeinden zu erhöhen und Abwanderungstendenzen entgegenzuwirken."

Die 13. bOJA-Fachtagung fand vom 24. bis 26. November 2019 im Kongresszentrum Alpbach statt. Das Tagungsthema „Bildungsort Offene Jugendarbeit“ wurde im Rahmen zahlreicher Plenarvorträge, Workshops und Fachgespräche erörtert. Auch aus den Nachbarländern sind dank der Förderung dieser Tagung durch die Österreichische Nationalagentur Erasmus+ Jugend in Aktion einige Besucher*innen vor Ort und brachten internationale Perspektiven mit ein.

OJA in Österreich ist ein Handlungsfeld der Sozialen Arbeit mit einem sozialräumlichen Bezug und einem politischen, pädagogischen und jugendkulturellen Auftrag. Sie begleitet und fördert Jugendliche auf ihrem Weg in die erwachsene Selbstständigkeit und Mündigkeit. Der niederschwellige und freiwillige Zugang zu Angeboten der OJA begünstigt den Erwerb von Bildungsinhalten, die für alltägliche Handlungs- und Sozialkompetenzen wichtig sind. So leistet OJA einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Bildungschancengerechtigkeit junger Menschen.

An derzeit österreichweit 630 Standorten der OJA (Tirol 90) werden niederschwellige Lernräume für Jugendliche zur Verfügung gestellt. Vor allem für Mädchen und Burschen, die aus bildungsbenachteiligten Kontexten kommen, ist diese Form des nicht-verschulten, informellen Lernens ein wesentlicher Beitrag zur gesellschaftlichen Integration und Teilhabe.

Im Rahmen von EU-Förderungen (Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps) knüpft die OJA an die internationale Dimension der Jugendarbeit an. Zahlreiche Projekte in den Bereichen Freiwilligenarbeit, Jugendbegegnung oder Fachkräfteaustausch unterstützen Bildungsprozesse von Jugendlichen in großem Maße.

In Tirol fördert die POJAT - Plattform Offene Jugendarbeit Tirol - durch vielfältige Maßnahmen der Vernetzung, Stärkung und Professionalisierung des Arbeitsfeldes die Bildungs- und Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen. Dabei kooperiert die POJAT mit dem Land Tirol und der Österreichischen Nationalagentur für Erasmus+.

Die bOJA-Fachtagung ist eine Kooperationsveranstaltung von bOJA, dem Bundeskanzleramt/Familien und Jugend, Land Tirol und Erasmus+ Jugend in Aktion.

Fotonachweis: Johannes Schindlegger / bOJA